Remis im B-Liga-Derby, Damen melden sich erfolgreich zurück, Zweite verliert erneut – So lief das Wochenende des BV Lünen

Das große Derby in der Kreisliga B endete mit 2:2. Damit kann die Erste leben. Die Zweite hingegen musste am Sonntag die zweite Niederlage in Serie hinnehmen und hat den Aufstieg damit nicht mehr in der eigenen Hand. Besser sieht die Sache da schon bei unseren Damen aus – Sie gewannen gegen Berghofen und grüßen weiter von der Tabellenspitze.

Damen grüßen weiter von der Spitze – Deutlicher Heimerfolg gegen Berghofen III

Eine Woche nach der ersten Saisonniederlage haben sich unsere Damen erfolgreich zurückgemeldet und den Platz an der Sonne verteidigt. Das Heimspiel gegen die SpVg Berghofen III gewann die Rinke-Elf am Sonntag deutlich mit 5:1. Der Sieg gegen den Tabellendritten unterstreicht dabei wieder einmal die Bezirksliga-Ambition der Mannschaft.

Miriam Droege hatte die Geister schon nach vier Minuten in Führung geschossen. Zwar konnte Nadine Brückner nur wenig später vorläufig wieder ausgleichen – auf die Tore von Kinga Thomann (2), Janine Soest und Heike Czyganowski fand der Gast jedoch keine Antworten mehr.

Der Vorsprung auf Verfolger Eintracht Dorstfeld II beträgt so nun neun Punkte – jedoch hat die Eintracht derzeit noch zwei Spiele weniger absolviert und kann dementsprechend noch nachlegen und auf drei Punkte herankommen.

Die nächste Pleite – Zweite hat den Aufstieg nicht mehr in der eigenen Hand

Leider musste die Zweite am Sonntag die zweite Niederlage in Serie hinnehmen. Zwar bleibt das Team zunächst an der Tabellenspitze, Verfolger Kemminghausen hat jedoch ein Spiel weniger absolviert und nur zwei Punkte Rückstand – und damit den Sprung auf den Platz an der Sonne in der eigenen Hand.

Am Sonntag blieb die Auswahl von Marco Fischer ohne Tor. Weil der SV Körne III aber einen berechtigten Elfmeter verwandelte stand so am Ende eine 0:1-Niederlage zu Buche. Die kleine Negativserie muss nun schnell aus den Köpfen. Wir hoffen, dass in der nächsten Woche der Turn-Around geschafft werden kann.

2:2 im Derby gegen Gahmen – So lief das Gipfeltreffen der B-Liga

Derby bei der SG Gahmen. Das verspricht immer einiges. Und der Sonntagnachmittag an der Kaubrügge hat aber mal so alles gehalten, was man sich im Vorfeld erwartet hatte. Hier sind die beiden mit Abstand besten Teams der Kreisliga B3 aufeinandergetroffen und haben sich ein Spiel, einen Abnutzungskampf geliefert, den es so in dieser Spielkasse sicherlich nicht allzu häufig gibt.

Nach 90 Minuten, vier Toren und elf (!) gelben Karten – wie das bei den beiden fairsten Teams der Liga sein kann, möge man uns bitte erklären… – trennten Gahmen und die Geister sich am Ende leistungsgerecht mit 2:2.

Den besseren Start auf einem gut gefüllten Sportplatz erwischten dabei die Mannen aus der Geist. „Wir haben es in der ersten Halbzeit genauso gemacht, wie wir uns das vorgenommen hatten“, erklärte Dennis Gerleve nach dem Spiel.

Seine Mannschaft begann druckvoll, war vom Start weg hellwach und belohnte sich für das gute Spiel schnell mit zwei Toren. In der 20. Minute segelte ein Freistoß von Fabian Nitsch gefährlich in den Strafraum der Hausherren. Burak Tikici brachte den Ball in der Folge im aus seiner Sicht falschen Tor unter – die Führung für den BV Lünen. „Das ist kein Zufall“, so Gerleve und fügt an: „Unsere Standards sind in letzter Zeit überragend getreten. Ich glaube, wir sind da nur schwer zu verteidigen.“

Zehn Minuten später belohnte sich Sascha Umlandt für einen tollen Pressinglauf auf den gegnerischen Torhüter und verwandelte zum 2:0. Wir sind uns sicher: Nur wenige der anwesenden Zuschauer hatten damit gerechnet.

Doch Gahmen steckte nicht auf, präsentierte sich im zweiten Durchgang anders. „Es war uns klar, dass Gahmen wie ein angeknockter Boxer aus der Pause kommt und alles nach vorne wirft. Leider kannst du diese individuelle Qualität nicht das ganze Spiel über vom Tor weghalten“, so Gerleve in seinem Fazit weiter.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts gelang dem BV05 das noch, doch mit zunehmender Spieldauer konnten die Jungs in den blauen Trikots keine Entlastung mehr schaffen.

Per Traumfreistoß verkürzte Halil Elitok in der 70. Minute auf 1:2. „Den macht er wirklich überragend“, muss da auch Gerleve anerkennen. Und mehr noch hatte er eine Vorahnung, was dann passieren würde. „Jürgen Klopp hat es neulich noch wieder einmal gesagt: Ein Tor verändert alles. So ist es dann leider auch gewesen.“

Der Druck wurde nun größer und größer. Und zehn Minuten vor dem Ende wurde Gahmen für die energische Leistung dann auch noch belohnt. Vurucu konnte aus dem Getümmel heraus den Ausgleich für Gahmen erzielen. Dabei blieb es dann auch. Ein am Ende sicher gerechtes Remis für zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten von zwei Teams, die sich am Sonntag absolut auf Augenhöhe bewegt haben.

Der Schluss bleibt jetzt dem Trainer noch einmal vorbehalten. Das Fazit von Dennis Gerleve: „Anders als der BVB in München haben wir unsere Leistung gebracht. Wir haben gestern gesehen, wie es nicht geht. Daher haben wir den Jungs, die ja fast alle BVB-Fans sind, vor dem Spiel gesagt: Haut alles raus was ihr fußballerisch und körperlich in euch habt. Das haben wir dann sicher auch gemacht. Gegen Gahmen und diese individuelle Klasse tut es dann einfach mal weh. Das ist man in dieser Klasse nicht über 90 Minuten gewöhnt. Gerade in der Defensive ist man gegen diese Leute permanent in Bewegung. Das schlaucht wirklich. Ich musste heute das erste Mal echt an meine absolute Belastungsgrenze gehen. Doch wir haben hier auch ein Spiel gesehen, welches ganz sicher auch im oberen Drittel der A-Liga hätte stattfinden können. Mit dem Ergebnis bin ich heute wirklich zufrieden.“