Die Geschichte des BV Lünen, Kapitel 4: „Elf Freunde wollen wir sein…“

Die Geschichte des BV Lünen, Kapitel 4: „Elf Freunde wollen wir sein…“

Ausflüge und Pflege der Geselligkeit

Auch die Pflege der Geselligkeit wurde nicht außer Acht gelassen. Sie wurde vielfach mit Freundschaftsspielen auswärtiger Vereine verbunden. Aber auch sonstige Festlichkeiten gaben insbesondere den passiven Mitgliedern und darüber hinaus Freunden und Gönnern die Gelegenheit, sich davon zu überzeugen, dass innerhalb des Vereins ein echter Freundschaftsgeist vertreten war. Die Bevölkerung dankte dies durch zahlreichen Besuch.

Autobusfahrten zu auswärtigen Vereinen, um ein Gesellschaftsspiel auszutragen, verliefen stets in harmonischer Weise, und das allseits in Sportlerkreisen bekannte und beliebte Sportlerlied: „Elf Freunde wollen wir sein..“ ließ auf der Hin- und Rückfahrt eine echte Kameradschaft erkennen.

Der Verein veranlasste nunmehr seine Eintragung in das Vereinsregister und führt von diesem Zeitpunkt an die zusätzliche Bezeichnung e.V..

In den Jahren 1908 bis 1910 galten besonders die holländischen Spieler als die Fußballkönige des Vereins, insbesondere bei der Jugend. Diese Spieler verfügten über ein besonderes Maß an fußballspielerischem Können und brachten dem Verein eine weitere spielerische Leistungsfähigkeit durch Vermittlung technischer Feinheiten. Aus dem weiteren Zugang an holländischen Spielern sei hiermit noch an folgende Namen erinnert: M. Spitz, Dirk, Daniel van de Shipp und Gerriet Natter.

Letzterer zog aber schon bald zum damaligen Gauligaverein DSC 95 Dortmund ab. Seit dieser Zeit verband den BV 05 Lünen eine besondere Freundschaft mit einigen holländischen Sportvereinen. Mehrere Freundschaftsspiele mit diesen Vereinen konnten daher der sportfreudigen Bevölkerung Lünens geboten werden.

Sportfeste und sonstige Veranstaltungen

In diesen Jahren der leistungsmäßig achtbaren Entwicklung veranstaltete der Verein sein erstes größeres Sportfest. Es fand, weil der Sportplatz auf dem Schützenhof nicht zur Verfügung stand, auf dem Gelände südlich der Bahnstrecke, Nähe Südbahnhof, statt.

Sehr gute Leistungen auf dem Gebiete des Fußballsports und der Leichtathletik wirkten werbend für die Ausbreitung des sportlichen Gedankens. Enge Kameradschaft, anständige Gesinnung und Haltung innerhalb und außerhalb des Vereins sowie das Streben nach bestmöglicher Leistung gaben dem Verein ein tragendes Fundament.

Diese Grundhaltung sicherte dem BV05 nicht nur die Errichtung der eingangs erwähnten Ziele (Siehe Kapitel 1), sondern auch in sportlicher Hinsicht sehenswerte Kämpfe und eine sich stets weiter ausbreitende Interessengemeinschaft. Diese grundlegende Pionierarbeit des BV05 gab jedoch Anlass zur Gründung weiterer Fußballvereine in Lünen; sie glaubten in dem BV05 für eine aktive Betätigung keinen genügenden Raum mehr zu finden.

Neben allgemeiner sportlicher Betätigung in der Abteilung „Leichtathletik“ stand der Fußballsport nach wie vor an erster Stelle. Interessante Meisterschaftskämpfe, die nunmehr von einem Spieljahr zum anderen teils in den Bezirken Recklinghausen, Hamm und Dortmund zu bestreiten waren, sowie mehrere Freundschaftskämpfe in Lünen und außerhalb mit wechselhaftem Ausgang waren für die Sportgemeinde Lünen sonntägliche Delikatessen.

Florian Dellbrügge

Florian Dellbrügge ist Geschäftsführer des BV Lünen und gleichzeitig verantwortlich für die Homepage der Geister. Bei Fragen und Anregungen darfst du dich gerne an ihn wenden. Du erreichst ihn unter florian.dellbruegge@bv05.de