Die Geschichte des BV Lünen, Kapitel 3: Bekannte Namen und der 1. Weltkrieg

Die Geschichte des BV Lünen, Kapitel 3: Bekannte Namen und der 1. Weltkrieg

Die Mannschaftsstärke im Fußball ergibt sich eindeutig aus den abgeschlossenen Freundschaftsspielen, die der Lünener Sportgemeinde geboten worden sind. Es wurden unter anderem nachfolgende spielstarke Vereine verpflichtet: Preußen Münster, Gronau und Enschede (Holland).

Der Verein (BV05) gehörte in dieser Zeit fast ständig zur Spitzengruppe des jeweiligen Fußballbezirks. Der BV05 wurde zu der Zeit durch folgende 1. Mannschaft vertreten: Jansen (Tor), M. Spitz, K. Meierotte (Verteidiger), Rosenbohm, A. Müller, H. Koe (Läufer), K. Erdelbrauck, Hilkema van de Shipp, Fr. Klöter, H. Berg (Stürmer).

Diese Spieler haben sich durch ausgezeichnete Leistungen und vorbildlichen Einsatz in den Fußballkämpfen in dem Bestreben um die weitere Entwicklung des Vereins besonders verdient gemacht.

Als besonderer Freund und Betreuer der Jugend ist der Sportkamerad Emil Tiemann zu nennen, der sich außerdem bis über das Alter von 30 Jahren als Linksaußen in der 2. Mannschaft betätigte.

Erneute Verlegung des Spielbetriebs

Im Jahre 1912/1913 musste der Verein seine sportliche Betätigung infolge Instandsetzungsarbeiten am Schützenhofplatz zu einem Platz an der Steinstraße verlegen. Er kehrte aber schon bald wieder zum Schützenhofplatz zurück. In dieser Zeit waren sechs aktive Spieler zum Militärdienst einberufen worden. Damit trat eine nicht unerhebliche Schwächung der mannschaftlichen Leistung ein.

Rückschlag durch den 1. Weltkrieg

Einen empfindlichen Rückschlag erlitt der Verein durch den im Jahre 1914 ausgebrochenen 1. Weltkrieg, der schließlich den gesamten Sportbetrieb zum Erliegen brachte. Als der folgenschwere Krieg beendet war, musste mancher schmerzliche Verlust festgestellt werden. Infolge dieser auszufüllenden Lücken unterblieb zunächst die Wiederaufnahme der sportlichen Betätigung.

Es hieß nun vorerst, erneut alle noch verfügbaren sportwilligen Interessenten wieder auf den Plan zu rufen. In einer im Hotel „Lüner Hof“ stattgefundenen Versammlung wurde alsdann die Wiederaufnahme des Sportbetriebs beschlossen.

Bereits im August 1919 folgte der BV05 einer Einladung des Sportvereins Gronau zu einem Pokalturnier. Dort zeigte sich, dass der Verein wieder über eine spielstarke Mannschaft verfügte. Trotz schärfster Konkurrenz konnte der BV Lünen, mit einem anderen Verein mit gleicher Punktzahl an erster Stelle liegend, am Entscheidungskampf um den Turniersieg teilnehmen. Dieses Spiel wurde jedoch knapp verloren, so dass nur der 2. Preis in Empfang genommen werden konnte.

Wiederaufnahme der Meisterschaftsspiele

Bei der Wiederaufnahme der Meisterschaftsspiele wurde der BV Lünen dem Dortmunder Bezirk zugeteilt. Diesem gehörten unter anderem die bekannten Vereine Hörder SC, Hombruch 09 und Dorstfeld an.

Als 1. Vorsitzender leitete nunmehr der Sportfreund Augenarzt Dr. Urbahn senior die Geschicke des Vereins.

Alle Abteilungen hatten inzwischen ihre Tätigkeit wieder aufgenommen. Besonders die Abteilung „Fußball“ zeigte beste Erfolge als Ergebnis eines intensiven Trainings. Die Tätigkeit des Vereins wurde wieder wie in früheren Jahren von einer immer größer werdenden Sportgemeinde durch zahlreichen Besuch der Veranstaltungen unterstützt.

Besonders zugkräftig waren stets die Lokalkämpfe, die den Ehrgeiz in sich trugen, zu beweisen, wer der leistungsmäßig bessere Fußballverein innerhalb des Stadtgebietes sei. Denn Stadtmeisterschaften wurden noch nicht ausgetragen.

Florian Dellbrügge

Florian Dellbrügge ist Geschäftsführer des BV Lünen und gleichzeitig verantwortlich für die Homepage der Geister. Bei Fragen und Anregungen darfst du dich gerne an ihn wenden. Du erreichst ihn unter florian.dellbruegge@bv05.de